djb connect: Mentoring im djb


Wir suchen Mentorinnen!

Der erste Durchlauf unsere Mentoring-Programms hat im September 2020 begonnen. Aufgrund der hohen Nachfrage suchen wir nach wie vor Mentorinnen aus allen juristischen Berufsrichtungen. Dafür kommen alle djb-Mitglieder in Betracht, die bereits Berufserfahrung gesammelt haben und bereit sind, eine Junge Juristin durch ein Treffen oder Gespräch etwa alle zwei bis drei Monate auf ihrem Weg zu unterstützen. Interessierte können sich an beisitzerinnen@djb.de wenden oder direkt den Anmeldebogen einsenden.

Die Anmeldung für Mentees ist erst wieder für den nächsten Durchlauf ab September 2021 möglich. Alle Informationen folgen Mitte 2021 hier.

 

Frequently Asked Questions

1) Was ist djb connect?

djb connect ist das Mentoring-Programm des Deutschen Juristinnenbundes e.V. Es bringt Mitglieder des djb unabhängig von Berufsweg und Alter miteinander in Kontakt. Ziel ist der generationenübergreifende Austausch wie auch die Vernetzung zwischen djb-Mitgliedern.

2) Welche Ziele verfolgt das Mentoring-Programm?

Als Mentoring wird eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Person (Mentorin) und einer weniger erfahrenen (Mentee) bezeichnet. Ziel ist die Unterstützung der Mentee bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung. Dazu formuliert und konkretisiert die Mentee gemeinsam mit der Mentorin eigene Ziele sowie die zur Erreichung erforderlichen Arbeitsschritte. Auch eine gezielte Karriereförderung kann im Mittelpunkt stehen, sofern dies von dem jeweiligen Mentoring-Tandem gewünscht wird.

Darüber hinaus bedeutet „Mentoring“ für uns einen Erfahrungsaustausch, der zum Perspektivwechsel und zur Selbstreflexion anregen soll und auf Gegenseitigkeit angelegt ist. Beide Seiten, Mentorin und Mentee, sollen von einer Teilnahme am Mentoring-Programm profitieren. Der djb ist prädestiniert dafür, den Gedanken der Solidarität unter Frauen und des Empowerments in den Vordergrund eines Mentoring-Programms zu rücken. Insbesondere soll die Möglichkeit geboten werden, eigene Perspektiven, Fähigkeiten, Erwartungen und berufliche Ziele zu reflektieren.

3) Warum hat der djb ein Mentoring-Programm?

Unsere mehr als 3.000 djb-Mitglieder verfügen über einen vielfältigen Erfahrungsschatz. Das Mentoring-Programm ermöglicht es den Teilnehmerinnen, daraus zu schöpfen. Allzu oft wird der Wunsch nach einem verstärkten Austausch untereinander zwar geäußert, aber nicht in die Tat umgesetzt. Dies gilt in besonderem Maße für den Dialog zwischen den Generationen, der mit dem Mentoring-Programm etabliert und gefördert wird.

4) Wie ist das Mentoring-Programm im djb gestaltet?

Das Mentoring-Programm im djb ist als Eins-zu-Eins-Mentoring ausgelegt. Ein Mentoring-Tandem besteht jeweils für ein Jahr. Selbstverständlich steht es den Teilnehmerinnen frei, auch über diese Zeit hinaus in Kontakt zu bleiben. Auf Seiten des djb wird das Mentoring-Programm von den Beisitzerinnen für Mitglieder in Ausbildung, Kerstin Geppert und Tanja Altunjan, betreut.

Alle Interessentinnen füllen vorab Fragebögen aus, in denen Interessenschwerpunkte und Tätigkeitsfelder erfragt werden. Auf dieser Grundlage wird das Matching der Tandems vom djb durchgeführt. Zudem sollen die Teilnehmerinnen frühzeitig dazu angeregt werden, ihre eigenen Erwartungen an ein Mentoring-Programm zu reflektieren und zu formulieren. Außerdem stellt der djb den Teilnehmerinnen zu Beginn des Mentoring-Zyklus eine Vorlage für eine Mentoring-Vereinbarung zur Verfügung. Diese Vorlage kann und soll individuell angepasst werden, um den Zielen und Erwartungen des jeweiligen Mentoring-Tandems Rechnung zu tragen. Auch eine digitale Auftaktveranstaltung ist jeweils für Mentees und Mentorinnen geplant.

Die Teilnahme am Mentoring-Programm ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reise- oder Übernachtungskosten sind allerdings von den Teilnehmerinnen selbst zu tragen.

Für die Dauer der Mentoring-Beziehung stehen die Beisitzerinnen den Mentees und Mentorinnen als Ansprechpartnerinnen für organisatorische Fragen im Hinblick auf die Gestaltung der Mentoring-Beziehung und eventuelle Konflikte zur Verfügung. Auch digitale Vernetzungstreffen jeweils für Mentees Mentorinnen sind geplant. Sie sollen dem Erfahrungsaustausch innerhalb dieser Gruppen dienen.

Ein wichtiger Bestandteil von djb connect ist die strukturierte Evaluierung des Programms. Mit Abschluss des Mentoring-Zyklus wird das Programm durch die Teilnehmerinnen, sowohl Mentorinnen als auch Mentees, evaluiert. Auf dieser Grundlage soll das Konzept stetig verbessert werden.

5) Wer kann an djb connect teilnehmen?

Das Mentoring-Programm steht allen djb-Mitgliedern offen. Auf Seiten der Mentees wollen wir insbesondere junge Juristinnen ansprechen, die sich mit Fragen rund um ihre Berufsplanung und Zielen sowie den nächsten Ausbildungs- und Karriereschritten auseinandersetzen. Folglich richtet sich das Mentoring-Programm vor allem an fortgeschrittene Studentinnen, Referendarinnen, Doktorandinnen und Berufsanfängerinnen in den ersten Berufsjahren.

Als Mentorin kann sich grundsätzlich jede Frau zur Verfügung stellen, die Erfahrungen rund um die Themen Berufsorientierung und -planung an jüngere djb-Mitglieder weitergeben möchte. Auch Referendarinnen, Doktorandinnen und Berufsanfängerinnen können selbst als Mentorinnen für jüngere Mentees fungieren.

6) Nach welchen Kriterien wird das Matching vorgenommen?

Nach Möglichkeit soll beim Matching die regionale Nähe von Mentee und Mentorin berücksichtigt werden, damit persönliche Treffen mit möglichst geringen Kosten möglich sind. Schwerpunktmäßig werden die von den Interessierten in Fragebögen angegebenen Erwartungen sowie die Interessensausrichtung der Mentees und die einschlägige Erfahrung der Mentorinnen in die Matching-Entscheidung einbezogen.

7) Was wird von Mentees und Mentorinnen erwartet?

Erfolgreiches Mentoring beruht auf gegenseitigem Respekt und absoluter Vertraulichkeit. Zudem werden gegenseitige Offenheit und die Bereitschaft zur Selbstreflexion vorausgesetzt. Sowohl Mentee als auch Mentorin sollen von der Teilnahme am Mentoring-Programm profitieren und sich auf Augenhöhe begegnen. Beide Seiten sollen die Grenzen einer Mentoring-Beziehung respektieren. Auch wenn persönliche Sympathie zwischen Mentee und Mentorin selbstverständlich hilfreich ist, handelt sich um eine professionelle Beziehung. Die Mentorin ist keine ausgebildete Coach oder Trainerin. Sie kann der Mentee nur die Erfahrung weitergeben, die sie selbst gesammelt hat. Zwangsläufig handelt es sich dabei um ihre persönliche Meinung und ihre persönliche Erfahrung und nicht um eine objektive Beratung. Die Mentee kann die Ratschläge ihrer Mentorin annehmen – sie muss dies aber nicht.

8) Welche Vorteile hat die Teilnahme an einem Mentoring-Programm für die Mentorin?

Das Mentoring-Programm bietet Mentorinnen die Möglichkeit, in ihrem Ausbildungs- und Berufsweg gewonnene Erfahrungen an jüngere Kolleginnen weiterzugeben, auch mit Blick auf die Überwindung erlebter Herausforderungen. Zugleich können die Mentorinnen ihr Netzwerk sowohl auf die jüngeren Juristinnen als auch die übrigen Mentorinnen ausweiten. Der Austausch mit jüngeren Kolleginnen kann schließlich dazu dienen, den eigenen Werdegang zu reflektieren und eigene Führungskompetenzen zu stärken, denn im geschützten Raum der Mentoring-Beziehung erhält die Mentorin auch Einblicke in die Ansichten und Perspektiven jüngerer Kolleginnen.

9) Wie wird die individuelle Mentoring-Beziehung ausgestaltet?

Das Mentoring-Tandem gestaltet die Mentoring-Beziehung aktiv und eigenständig. Wir empfehlen regelmäßige persönliche Treffen etwa alle zwei bis drei Monate oder auch Telefonate oder ein Gespräch über Skype, Zoom, MS Teams usw.

Den Inhalt der Gespräche bestimmen die Mentoring-Tandems selbst. Grundlage ist eine aktive Vorbereitung durch die Mentee, die vorab konkreten Gesprächsbedarf oder Fragen herausarbeiten soll.

10) Welche Themen können im Mentoring-Tandem besprochen werden?

Auf welche Inhalte sich die einzelnen Mentoring-Tandems fokussieren, steht in ihrem eigenen Ermessen. Themen können beispielsweise sein: Gestaltung und Durchführung von Studium, Referendariat oder Promotion; Umgang mit Konflikten in der Ausbildung oder im professionellen Umfeld; Konkretisierung der Berufswünsche der Mentee; Fragestellungen rund um das Thema Berufseinstieg; Hilfestellung bei anstehenden Berufsentscheidungen, z.B. Promotion oder LL.M., öffentlicher Dienst, Privatwirtschaft oder Wissenschaft; Vereinbarkeit von Beruf und Familie.