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Derzeit findet ein erster Testlauf für ein Mentoring-Programm im djb statt. Für Fragen und Anregungen stehen wir unter bereit.

Frequently Asked Questions

1) Was ist djb connect?

Das Programm djb connect bringt Mitglieder des djb unabhängig von Berufsweg und Alter miteinander in Kontakt. Ziel ist der generationenübergreifende Austausch wie auch die Vernetzung Junger Juristinnen untereinander. djb connect bündelt eine Vielzahl von Projekten, die in unterschiedlicher Weise der Vernetzung von djb-Mitgliedern dienen, insbesondere ein Mentoring-Programm, Stammtische und Vernetzungsabende für Junge Juristinnen in den Regionalgruppen und Landesverbänden sowie überregionale Veranstaltungen z.B. im Rahmen des Bundeskongresses.

2) Welche Ziele verfolgt das Mentoring-Programm?

Unter „Mentoring“ verstehen wir mehr als die gezielte Karriereförderung der Mentee durch die Mentorin. „Mentoring“ bedeutet für uns einen Erfahrungsaustausch, der zum Perspektivwechsel und zur Selbstreflexion anregen soll und auf Gegenseitigkeit angelegt ist. Beide Seiten, Mentorin und Mentee, sollen von einer Teilnahme am Mentoring-Programm profitieren. Der djb ist prädestiniert dafür, den Gedanken der Solidarität unter Frauen und des Empowerments in den Vordergrund eines Mentoring-Programms zu rücken. Insbesondere soll die Möglichkeit geboten werden, eigene Perspektiven, Fähigkeiten, Erwartungen und berufliche Ziele zu reflektieren. Dadurch leistet das Mentoring-Programm einen Beitrag zur Nachwuchsförderung: Es bietet Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung junger Juristinnen durch die Formulierung und Konkretisierung eigener Ziele und der dazu erforderlichen Arbeitsschritte, durch Netzwerkbildung und durch Erfahrungsaustausch. Daneben kann selbstverständlich auch die gezielte Karriereförderung im Mittelpunkt stehen, sofern dies von dem jeweiligen Mentoring-Tandem gewünscht wird.

3) Warum braucht der djb ein Mentoring-Programm?

Die knapp 3.000 djb-Mitglieder verfügen über einen vielfältigen Erfahrungsschatz. Die Etablierung eines Mentoring-Programms dient dazu, diesen für alle Mitglieder fruchtbar zu machen. Denn allzu oft wird der Wunsch nach einem verstärkten Austausch untereinander zwar geäußert, aber nicht in die Tat umgesetzt. Dies gilt in besonderem Maße für den Dialog zwischen den Generationen, den wir mit einem Mentoring-Programm etablieren und fördern möchten.

Auch der djb als Verband profitiert von der dauerhaften Einrichtung eines Mentoring-Programms. Für viele jüngere Juristinnen ist gerade die Möglichkeit des Austauschs mit erfahreneren Juristinnen ein zentraler Anreiz, in den djb einzutreten. Ein Mentoring-Programm kann in dieser Hinsicht ein Werbefaktor sein und zudem Neumitglieder langfristig an den djb binden. Zugleich bietet ein Mentoring-Programm erfahreneren Mitgliedern eine Möglichkeit, sich aktiv in das Verbandsgeschehen einzubringen und somit die Bindung an den djb (wieder) zu verstärken.

4) Wie ist das Mentoring-Programm im djb gestaltet?

Das Mentoring-Programm im djb ist als Eins-zu-Eins-Mentoring ausgelegt. Ein Mentoring-Tandem besteht jeweils für ein Jahr. Selbstverständlich steht es den Mentoring-Tandems frei, auch über diese Zeit hinaus in Kontakt zu bleiben.

Die Leistung des djb besteht insbesondere in der Vermittlung der Tandems sowie in der Vorbereitung der Mentoring-Beziehung. Um gegenseitige Erwartungen abzuklären, erhalten alle Teilnehmerinnen vorab Fragebögen, auf deren Grundlage das Matching durchgeführt wird. Zudem sollen die Teilnehmerinnen frühzeitig dazu angeregt werden, ihre eigenen Erwartungen an ein Mentoring-Programm zu reflektieren und zu formulieren. Der djb stellt den Teilnehmerinnen zu Beginn des Mentoring-Zyklus zudem eine Vorlage für eine Mentoring-Vereinbarung zur Verfügung. Diese Vorlage kann und soll individuell angepasst werden, um den Zielen und Erwartungen des jeweiligen Mentoring-Tandems Rechnung zu tragen.

Die Teilnahme am Mentoring-Programm ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reise- oder Übernachtungskosten tragen die Teilnehmerinnen selbst; eine Erstattung durch den djb ist nicht vorgesehen.

Für die Dauer der Mentoring-Beziehung stehen die Beisitzerinnen als Ansprechpartnerinnen für organisatorische Fragen im Hinblick auf die Gestaltung der Mentoring-Beziehung und eventuelle Konflikte zur Verfügung.

Ein wichtiger Bestandteil des Mentoring-Programms soll, insbesondere in der Anfangsphase, eine strukturierte Evaluierung sein. Mit Abschluss des Mentoring-Zyklus werden die Teilnehmerinnen, sowohl Mentorinnen als auch Mentees, aufgefordert, Evaluationsbögen auszufüllen. Auf dieser Grundlage soll über eine Weiterführung des Programms entschieden und das Konzept stetig verbessert werden.

5) Wer kann am Mentoring-Programm des djb teilnehmen?

Das Mentoring-Programm steht grundsätzlich allen djb-Mitgliedern offen.

An einer Teilnahme als Mentee interessierte Studentinnen sollten darlegen, dass sie sich bereits mit konkreten Fragestellungen etwa im Hinblick auf ihren weiteren Ausbildungsverlauf oder den Berufseinstieg beschäftigen. Darüber hinaus richtet sich das Mentoring-Programm insbesondere an Referendarinnen, Doktorandinnen und Berufsanfängerinnen in den ersten Berufsjahren.

Als Mentorin kann sich grundsätzlich jede Frau zur Verfügung stellen. Auch Referendarinnen, Doktorandinnen und Berufsanfängerinnen können selbst in geeigneten Fällen als Mentorin für jüngere Mentees fungieren.

6) Nach welchen Kriterien wird das Matching vorgenommen?

Nach Möglichkeit soll beim Matching die regionale Nähe von Mentee und Mentorin berücksichtigt werden, damit persönliche Treffen mit möglichst geringen Kosten durchgeführt werden können. Schwerpunktmäßig werden die von den Interessierten in Fragebögen angegebenen Erwartungen sowie die Interessensausrichtung der Mentees und die einschlägige Erfahrung der Mentorinnen in die Matching-Entscheidung einbezogen.

7) Was wird von Mentees und Mentorinnen erwartet?

Erfolgreiches Mentoring beruht auf gegenseitigem Respekt und absoluter Vertraulichkeit. Zudem wird gegenseitige Offenheit und die Bereitschaft zur Selbstreflexion vorausgesetzt.

Ziel des Mentoring-Tandems sollte sein, ein ausgewogenes Verhältnis von „Geben“ und „Nehmen“ herzustellen. Beide Seiten sollen von der Teilnahme am Mentoring-Programm in gleichem Maße profitieren.

Beide Seiten sollen die Grenzen einer Mentoring-Beziehung respektieren. Es handelt sich um eine professionelle Beziehung. Die Mentee darf nicht erwarten, dass sie allzu konkrete und passende Lösungen für ihre Fragestellungen erhält. Gleichzeitig kann die Mentorin nicht erwarten, dass die Mentee alle Ratschläge der Mentorin so umsetzt, wie diese es für richtig erachtet.

8) Welche Vorteile hat die Teilnahme an einem Mentoring-Programm für die Mentorin?

Das Mentoring-Programm bietet Mentorinnen die Möglichkeit, in ihrem Ausbildungs- und Berufsweg gewonnene Erfahrungen an jüngere Kolleginnen weiterzugeben, auch mit Blick auf die Überwindung erlebter Herausforderungen. Zugleich können die Mentorinnen ihr Netzwerk sowohl auf die jüngeren Juristinnen als auch die übrigen Mentorinnen ausweiten.

Der Austausch mit jüngeren Kolleginnen kann zudem dazu dienen, die eigenen Führungskompetenzen zu stärken, denn im geschützten Raum der Mentoring-Beziehung erhält die Mentorin auch Einblicke in die Ansichten und Perspektiven jüngerer Kolleginnen. Es handelt sich dabei um Informationen, die Führungskräfte von eigenen Mitarbeiter*innen nur in seltenen Fällen direkt erhalten.

9) Wie wird die individuelle Mentoring-Beziehung ausgestaltet?

Das Mentoring-Tandem gestaltet die Mentoring-Beziehung aktiv und eigenständig. Empfohlen werden regelmäßige persönliche Treffen etwa alle ein bis zwei Monate oder auch Telefonate oder Skype-Gespräche. Eventuell notwendige Kosten für persönliche Treffen tragen die Teilnehmerinnen selbst.

Den Inhalt der Gespräche bestimmen die Mentoring-Tandems selbst. Grundlage ist eine aktive Vorbereitung durch die Mentee, welche vorab konkreten Gesprächsbedarf oder Fragen herausarbeiten sollte.

10) Welche Themen können im Mentoring-Tandem besprochen werden?

Auf welche Inhalte sich die einzelnen Mentoring-Tandems fokussieren, steht in ihrem eigenen Ermessen. Themen können beispielsweise sein:

  • Gestaltung und Durchführung von Studium, Referendariat oder Promotion
  • Umgang mit Konflikten in der Ausbildung oder im professionellen Umfeld
  • Konkretisierung der Berufswünsche der Mentee
  • Fragestellungen rund um das Thema Berufseinstieg
  • Hilfestellung bei anstehenden Berufsentscheidungen, z.B. Promotion oder LL.M., öffentlicher Dienst, Privatwirtschaft oder Wissenschaft?
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie