Bündnisse und Mitgliedschaften
Bündnisse
Bündnis Sorgearbeit fair teilen (seit 2025)
Unbezahlte Sorgearbeit, beispielsweise die Betreuung und Erziehung von Kindern, Hausarbeit sowie die Unterstützung und Pflege von Angehörigen oder anderen Personen, ist zwischen den Geschlechtern nicht fair verteilt. Im Juli 2020 wurde das zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen gegründet. Das Bündnis begleitet und forciert den gesellschaftlichen und politischen Diskurs, macht die Auswirkungen der Sorgelücke (Gender Care Gap) sichtbar und formuliert Forderungen an Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass Geschlechterstereotype abgebaut und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die allen Menschen die gleichen Verwirklichungschancen und die Vereinbarkeit von Sorge- und Erwerbsarbeit über den gesamten Lebensverlauf hinweg ermöglichen. Der djb hat sich dem Bündnis im Mai 2025 angeschlossen. Verantwortlich ist die Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht sowie die Kommission Recht der sozialen Sicherung, Familienlastenausgleich. Mehr Informationen zum Bündnis
Bündnis "AGG Reform - Jetzt!" (seit 2023)
Das Bündnis vereint zivilgesellschaftliche Organisationen im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit und Communityorganisationen, die die Interessen von Diskriminierung betroffener Personen vertreten, mit dem Ziel, Erfahrungen und Expertise zum Diskriminierungsschutz die anstehende AGG-Reform zu unterstützen. Es fordert eine umfassende Novellierung des Gesetzes. Im djb ist die Kommission Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht verantwortlich. Mehr Informationen zum Bündnis
Bündnis gegen Sexismus (seit 2023)
Am 16. Februar 2023 hat Bundesgleichstellungsministerin Lisa Paus das „Bündnis gegen Sexismus“ gegründet. Sexuelle Belästigung, sexuelle Gewalt, vor allem aber Sexismus im Alltag erleben viele Frauen. Für die Betroffenen bedeutet Sexismus Herabwürdigung, Grenzverletzungen und Machtmissbrauch. In ihrer Rede wies Ministerin Paus auf die intersektionale Ausrichtung der Initiative hin: „Mehrfach diskriminierte Menschen - etwa wegen ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Identität oder einer Behinderung - sind Sexismus oft besonders stark und schutzlos ausgeliefert. Sie sollen besonderes Gewicht in unserem Bündnis haben.“ Der djb ist unter den vielen Unterzeichnenden aus Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Medien. Für Fragen von Sexismus am Arbeitsplatz ist die Kommission Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht verantwortlich.
Bündnis gegen ein Sexkaufverbot (seit 2019)
Im Bündnis gegen ein Sexkaufverbot haben sich Fachverbände und Beratungsstellen zusammengeschlossen, um mit ihrer Expertise auf die erneut aufgekommene Debatte über den Umgang mit Sexarbeit zu reagieren. Einzelne Abgeordnete verschiedener Fraktionen fordern ein so genanntes Sexkaufverbot, also die Kriminalisierung der Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen. Im djb ist die Kommission Verfassungsrecht, Öffentliches Recht, Gleichstellung verantwortlich. Mehr Informationen zum Bündnis.
Bündnis Istanbul-Konvention (seit 2018)
Am 1. Februar 2018 ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) in Deutschland in Kraft getreten. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat sich im Frühjahr 2018 mit anderen Frauenrechtsorganisationen und weiteren Bundesverbänden mit dem Arbeitsschwerpunkt "Gewalt gegen Frauen" im Bündnis Istanul-Konvention (BIK) zusammengeschlossen. Im djb ist die Kommission für Strafrecht verantwortlich. Mehr Informationen zum Bündnis.
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung (seit 2012)
Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung besteht aus Beratungsstellen, mehr als 40 verschiedenen feministischen und allgemeinpolitischen Gruppen, Verbänden, Netzwerken, Gewerkschaften und Parteien sowie Einzelpersonen. Seit 2012 setzt es sich gegen die von christlich-fundamentalistischen Gruppierungen angestrebte Kriminalisierung und moralisch-gesellschaftliche Ächtung von Schwangerschaftsabbrüchen ein, verteidigt das Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität und fordert eine aufgeklärte Familienpolitik. Im djb ist die Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht verantwortlich. Mehr Informationen zum Bündnis.
Mitgliedschaften
- Bundesforum Familie
- Deutsche Liga für das Kind e.V.
- Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit e.V
- Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
- Deutscher Juristentag e.V.
- Deutsches Institut für Menschenrechte
- Europäische Bewegung Deutschland
- European Women Lawyers Association
- National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.
- Initiative Klischeefrei
- Stiftung Forum Recht
- UN Women Deutschland e.V.
UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW)
CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women) ist das wichtigste völkerrechtliche Instrument zur Beseitigung der Diskriminierung gegen Frauen. Der djb beteiligt sich regelmäßig an der Erarbeitung von sogenannten Alternativberichten und eigenen Stellungnahmen zum Stand der Umsetzung von CEDAW in Deutschland.