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Pressemitteilung

Tschüss, Deutsche Bank

Pressemitteilung vom 22.05.2014

Auf der heutigen Hauptversammlung der Deutschen Bank AG wird eine Vertreterin des Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb) erneut Fragen an Vorstand und Aufsichtsrat zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ richten. Entsprechende Fragen haben die Juristinnen im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projektes Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung schon in den vergangenen vier Jahren gestellt. Die Antworten legen nahe, dass die Deutsche Bank offenbar keine Frauen im Vorstand vermisst: Sie hat insoweit bislang weder konkrete Ziele formuliert noch entsprechende Maßnahmen für mehr Frauen im Vorstand eingeleitet. Auf diesen Missstand hat der djb bereits mit der Pressemitteilung vom 31. Mai 2012 aufmerksam gemacht. Damals hatte weder die Neubesetzung des Vorstands noch die Aufstockung des Group Executive Committee von zwölf auf 18 Personen die Deutsche Bank veranlasst, auch nur eine einzige Frau in diese entscheidenden Gremien zu berufen.

Bei den folgenden Veränderungen im Vorstand blieben Frauen weiterhin unberücksichtigt. Trotz der anhaltenden Diskussion um mehr Frauen in Führungsverantwortung, gerade im Zuge der Finanzkrise, findet sich auch heute keine Frau im Vorstand der Deutsche Bank AG. Dabei war das Geldinstitut einmal Vorreiter bei diesem Thema: 1988 bestellte es mit Ellen Schneider-Lenné die erste Frau im Vorstand einer deutschen Großbank überhaupt.

Frauen sind als Arbeitnehmerinnen im Bankensektor traditionell stark vertreten. Die Deutsche Bank muss sich fragen, ob sie angesichts ihres Karrieremanagements für Frauen eine attraktive Arbeitgeberin sein und im künftig immer härteren Wettbewerb um die besten Talente bestehen kann. Ramona Pisal, djb-Präsidentin: „Und Frauen verdienen Geld, sie investieren es, sie legen es an. Sie wollen sich auch als Kundin und Aktionärin bei ihren Dienstleistern repräsentiert sehen. Sie erwarten bestmöglich abgewogene unternehmerische Entscheidungen, in die die Kompetenz von Frauen einfließt. Herr Fitschen hat mehrfach zugesagt, vor seinem Abschied eine Frau in den Vorstand zu berufen. Darauf wollen wir nicht mehr warten.“

Der djb zieht die Konsequenzen und beendet die Geschäftsverbindung zur Deutschen Bank.

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