Reproduktive Selbstbestimmung


Reproduktive Selbstbestimmung

Reproduktive Gesundheit und eine selbstbestimmte Familien- und Nachwuchsplanung bleiben Kernthemen feministischer Rechtspolitik und sind weiterhin nur unzureichend gesichert. Personen in Schwangerschaftskonfliktlagen sehen sich, auch aufgrund von Belästigungen durch Dritte, mit erheblichen Schwierigkeiten im Zugang zu Informationen und bei der Suche nach Ärzt*innen konfrontiert. Vor einem Schwangerschaftsabbruch müssen sie sich einer diskriminierenden und entmündigenden Pflichtberatung unterziehen. Ärzt*innen, die öffentlich über die von ihnen praktizierten Methoden des Schwangerschaftsabbruches informieren, werden auch nach der Reform des § 219a StGB kriminalisiert und sehen sich mit Angriffen und Belästigungen durch selbsternannte „Lebensschützer*innen“ konfrontiert.

Forderungen des djb

Der djb fordert insbesondere:

  • die Abschaffung des § 219a StGB (stattdessen eine Regelung des öffentlichen Diskurses über den Schwangerschaftsabbruch im Ordnungswidrigkeitenrecht, welche das kommerzialisierte oder grob anstößige Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen durch Dritte erfasst),
  • die Abschaffung der Pflichtberatung vor einem Schwangerschaftsabbruch,
  • die Vereinfachung des Zugangs zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch,
  • eine rechtliche Unterbindung von Holocaust-Vergleichen im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen,
  • eine bundeseinheitliche Regelung zum Schutz schwangerer Frauen vor „Gehsteigbelästigungen“.

Pressemitteilungen und Stellungnahmen


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--- djb-Stellungnahme vom 18.2.2016 zum Referentenentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches – Verbesserung des Schutzes der sexuellen… mehr 

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[Link: Offener Brief an Kanzleramt vom 24.11.2015]Im Sommer 2014, vor über einem Jahr, hatten der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) und weitere… mehr 

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