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Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung 2017: Termine, Fragenkatalog, Ergebnisse

Seit dem 1. Januar 2016 gilt die gesetzliche Geschlechterquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in etwa 100 großen Unternehmen. Etwa 3.500 weitere Unternehmen sind verpflichtet, sich eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen zu setzen. Zum 30. September 2015 mussten erstmals auch Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen festgelegt werden, die nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern dürfen. Die folgenden Fristen dürfen nicht länger als fünf Jahre betragen. Über die Zielgrößen und deren Erreichung müssen die Unternehmen öffentlich berichten.

Ob sich nun etwas an der geringen Zahl von Frauen in Vorstands- und weiteren Führungspositionen ändert, hängt u.a. von einer glaubhaften und engagierten Unterstützung der Unternehmensleitungen ab und davon, ob diese einen nachhaltigen Wandel der Unternehmenskultur bewirken. Wir bleiben also dran, haben auch 2017 nachfragt und die Hauptversammlungen u.a. von DAX-Unternehmen besucht. Wie in den vergangenen Jahren gab es einen allgemeinen Fragenkatalog, eine kurze einführende Rede und eine online-Liste der DAX-Unternehmen mit den Daten der Hauptversammlungen sowie die Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).

Am 24. November 2017 in Berlin haben wir bei einer Veranstaltung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Ergebnisse der Befragungen präsentiert. "Fazit und Forderungen" 2017 wurden auch in einer Studie veröffentlicht.