Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben


Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben

Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 20 Prozent weniger als Männer. Auch aus diesem Grund sind es Frauen, die häufiger Elternzeit nehmen und ihre berufliche Laufbahn pausieren. Die nach wie vor eingeschränkte Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht so insbesondere zulasten von Frauen. Die Möglichkeiten, gegen ungleiche Bezahlung vorzugehen, haben sich auch nach Verabschiedung des Entgelttransparenzgesetzes kaum gebessert. Frauen können nur über ein kompliziertes Verfahren Informationen beantragen und müssen ihr Recht individuell einklagen – ein Weg, der mit hohen Kosten und beruflichen Risiken verbunden ist. Wichtig ist es, Betriebe in allen Bereichen zur Förderung der Gleichstellung zu verpflichten, weshalb der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) seit zwei Jahrzehnten ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft fordert. Ein weiterer Eckpfeiler für die Gleichstellung der Geschlechter ist eine selbstbestimmte und lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung. Die flexible Erhöhung oder Verringerung der Arbeitszeit bleibt jedoch die Ausnahme, wodurch tradierte Rollenverteilungen in Eltern- und Partner*innenschaft stabilisiert werden.

Forderungen des djb

In diesem Zusammenhang fordert der djb unter anderem:

  • eine gesetzliche Pflicht, Diskriminierungen zu erkennen und abzubauen. Hierzu müssen die Entgeltregelungssysteme von Arbeitgebern und Tarifvertragsparteien auf Diskriminierungspotenziale analysiert werden;
  • die Verbesserung der Rechte der Interessenvertretungen von Beschäftigten (Gewerkschaften, Betriebs-/Personalräte);
  • die Einrichtung von Verbandsklagemöglichkeiten;
  • eine Ausweitung der nicht übertragbaren Elterngeldzeit, der sogenannten Vätermonate, zur Förderung tatsächlicher Gleichberechtigung der Geschlechter;
  • die Schaffung eines bürokratiearmen Wahlarbeitszeitgesetztes, welches Mechanismen schafft, die unter Einbeziehung von Betriebsräten und Gewerkschaften Interessen von Arbeitnehmer*innen und Unternehmen in Ausgleich bringen;
  • die Gewährleistung einer lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung durch ein Wahlarbeitszeitgesetz, welches Arbeitnehmer*innen einen Anspruch auf Arbeitszeitänderung zusichert;
  • ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, welches aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht wird und auch in Klein- und Mittelbetrieben Gleichstellungsfortschritte verspricht.

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