Recht und Sexualität: Sexarbeit in Zeiten der Pandemie


Susanne Bleier-Wilp, ehemalige Sexarbeiterin und politische Aktivistin, Pressesprecherin und Vorstandsmitglied vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen
Hanna, Mitinitiatorin vom „Sexy Aufstand Reeperbahn“
Dr. Anja Schmidt, Leiterin des DFG-Forschungsprojekts „Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung“, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
RAin Britta Uhlmann, LL.M., Rechtsanwältin bei Klemm & Partner in Hamburg
Dana-Sophia Valentiner, Vorsitzende Deutscher Juristinnenbund Hamburg (Moderation)

Der rechtliche Umgang mit Sexarbeit erhitzt seit jeher die Gemüter. Das zeigte die Diskussion um das 2016 eingeführte Prostitutionsschutzgesetz. Und auch in jüngerer Zeit werden teilweise Forderungen nach weiterer Regulierung laut. Zugleich trifft die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen die Sexwork-Branche besonders hart. Im vergangenen Jahr machten Sexarbeiter*innen bundesweit auf die Auswirkungen der Einschränkungen für Prostitutionsstätten aufmerksam. Auch Verbände wie der Deutsche Juristinnenbund mahnten an, die Pandemie nicht zum Anlass zu nehmen, Stigmatisierung und Diskriminierung von in der Prostitution tätigen Menschen zu verstärken.

Während im Sommer in Hamburg andere körpernahe Dienstleistungen unter Hygieneauflagen längst wieder durchgeführt werden durften, blieb der Betrieb von Prostitutionsstätten trotz entwickelter Hygienekonzepte verboten. Die Initiative #sexyaufstandreeperbahn organisierte Demonstrationen und Kunstaktionen gegen diese Ungleichbehandlung. Sexarbeiterinnen und Bordellbetreibende beantragten schließlich stellvertretend für die Branche einstweiligen Rechtsschutz vor dem VG Hamburg. Erst auf diesen Druck wurde die Corona-Verordnung geändert.
Den rechtlichen Fragen und tatsächlichen Auswirkungen in diesem Zusammenhang widmen sich unsere Podiumsteilnehmerinnen. Dr. Anja Schmidt wird einleitend einige zentrale Fragen der rechtlichen Regulierung von Sexarbeit vorstellen. Hanna von der Initiative #sexyaufstandreeperbahn und RAin Britta Uhlmann berichten von der Corona-Verordnung und ihren Erfahrungen aus Hamburg. Susanne Bleier-Wilp spricht über die aktuellen Sorgen und Strategien der internationalen, heterogenen Sexwork-Community.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Juristinnenbundes Hamburg, der WoMen in Law-Hochschulgruppe und des Studium generale (Bucerius Law School=

Anmeldung

unter: buceriuslawschool.wufoo.com/forms/x1n1ihk40nmyqzu/

Veranstaltungsdetails


Veranstaltungsort: Hamburg / ZOOM
Veranstalter: djb LV Hamburg / Bucerius Law School

20.01.2021 - 19:00 Uhr bis 20.01.2021 - 20:30 Uhr

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