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Band 5 – Marie Luise Hilger

Zum Leben und Wirken einer Arbeitsrechtlerin im 20. Jahrhundert

Deutscher Juristinnenbund e.V. (Hrsg.)
2017, 798 Seiten, Broschiert,
Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
ISBN 978-3-8487-3282-1
158,- Euro

Marie Luise Hilger (1912-1996) gehörte zu den Pionierinnen der Bundesrichterschaft. Zugleich zählte sie zu den ersten habilitierten Juristinnen in Deutschland. Insbesondere ihre Erkenntnisse zur betrieblichen Altersvorsorge und zum Richterrecht sind heute noch in der Arbeitsrechtswissenschaft und -praxis wirksam. Dennoch ist wenig über diese Frau bekannt, die als Redakteurin, erste Vorsitzende Richterin am Bundesarbeitsgericht und habilitierte Honorarprofessorin in der von Männern dominierten Rechtswissenschaft der frühen Bundesrepublik eine Ausnahmestellung einnahm.

Die Arbeit von Frederike Misselwitz untersucht erstmals eingehend Marie Luise Hilgers Leben und Wirken. Anhand ihres Werdegangs wird das selten diskutierte Zusammenspiel von Recht, Geschlecht und Biographie beleuchtet. Die Arbeit unternimmt einen Streifzug durch vier Etappen deutscher Rechtsgeschichte und bewegt sich methodisch zwischen zwei Ebenen: Der allgemein-historischen und der subjektiv-individuellen. Ziel ist es, diese Ebenen zu verbinden, um Rechtsentwicklungen in den Kontext mit den an ihnen beteiligten Persönlichkeiten zu setzen.

 

Das Werk ist Teil der Reihe Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund e.V., Band 5.