Positionspapier: 22-25


Gemeinsam die psychische Gesundheit gewaltbetroffener Frauen stärken

Positionspapier vom

Als Mitglied des Bündnisses Istanbul-Konvention (BIK) unterstützt der Deutsche Juristinnenbund e.V. das Positionspapier "Gemeinsam die psychische Gesundheit gewaltbetroffener Frauen stärken" des Arbeitskreises Frauengesundheit:

Mit der Unterzeichnung der „Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ (Istanbul-Konvention) im Jahr 2018 erkennt Deutschland geschlechtsspezifische Gewalt als Mittel zur Erhaltung ungleicher Machtverhältnisse an. Es erkennt auch den strukturellen Charakter geschlechtsspezifischer Gewalt an. Dieser Charakter bestimmt die Verarbeitungsmöglichkeiten von psychischen Belastungen wesentlich. Die Bundesregierung bekennt sich in ihrem Koalitionsvertrag dazu, eine ressortübergreifende politische Strategie gegen Gewalt an Frauen zu entwickeln, die Rechte von Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen und das Hilfesystem entsprechend auszubauen. Auf dem Weg zu diesen Zielen haben sowohl die Bundesregierung als auch die zentralen Einrichtungen des Gesundheitssystems Schlüsselpositionen darin, gemeinsam die psychische Gesundheit von Frauen zu stärken, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen waren oder sind. Das Positionspapier enthält deswegen Empfehlungen an die Bundespolitik und die gemeinsame Selbstverwaltung, an die Deutsche Krankenhausgesellschaft auf Bundes- sowie Länderebene, an die Krankenkassen, an die Bundes- sowie Landespsychotherapeutenkammern sowie Ärztekammern und an die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie Landesvereinigungen.