Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) geht einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit und Teilhabe: Ab sofort ist die Zeitschrift des djb (djbZ) vollständig Open Access in der Nomos eLibrary verfügbar. Damit stehen sowohl die künftigen Ausgaben als auch das vollständige Archiv seit 2008 kostenfrei zur Verfügung – ein Meilenstein für den Zugang zu feministischer Rechtswissenschaft und rechtspolitischer Diskussion.
„Mit der Öffnung der djbZ schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu zentralen Gerechtigkeitsthemen und machen die Expertise des djb öffentlich nutzbar“, sagt Ursula Matthiessen-Kreuder, Präsidentin des djb. „Gerade in einer Zeit, in der feministische und andere zivilgesellschaftliche Perspektiven unter Druck geraten, ist der freie Zugang zu fundierter Analyse und kritischer rechtspolitischer Debatte wichtiger denn je.“
In der aktuellen Ausgabe widmet sich die djbZ dem Thema Intersektionalität und Mehrfachdiskriminierung. Damit greift der djb ein zentrales Anliegen seines Leitbildes auf: ein Feminismus, der strukturelle Diskriminierungen in ihrer Verschränkung erkennt und adressiert. Beiträge u.a. von Dr. Elisabeth Kaneza, Nazli Aghazadeh-Wegener, Karoline Riegel und Dr. Doris Liebscher, zusammengetragen von Annalena Mayr und Justine Batura, machen die Grundbegriffe intersektionalen Denkens greifbar und zeigen auf, wie sich Macht- und Diskriminierungsverhältnisse im Recht manifestieren – und wie ihnen begegnet werden kann.
Neu ist zudem die Rubrik „djb for future“, in der ab jetzt zukunftsweisende Themen behandelt werden. Sie startet mit Beiträgen zu geschlechtsspezifischer Klimagerechtigkeit. Denn die Klimakrise ist auch eine Gleichstellungskrise. Frauen und marginalisierte Gruppen sind weltweit von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen – ihre Perspektiven müssen systematisch einbezogen werden. Auch die rechtspolitische Perspektive ist essenziell für Lösungen im Bereich der Klimagerechtigkeit.
„Mit dem Open Access und neuen Rubriken wie djb for future wollen wir den Blick weiten – für intersektionale Perspektiven und für feministische Antworten auf aktuelle und kommende Gerechtigkeitsfragen“, so Amelie Schillinger, Schriftleitung der djbZ.
Die aktuelle Ausgabe sowie das gesamte Archiv der djbZ sind jetzt kostenfrei abrufbar unter:
https://www.nomos-elibrary.de/de/zeitschrift/1866-377X