Im Rahmen des Projektes "Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung" besuchen heute Mitglieder des djb sieben Hauptversammlungen: bei der Aixtron SE in Aachen, der Celesio AG und der ElringKlinger AG in Stuttgart, der Deutsche Börse AG in Frankfurt, der Rational AG in Augsburg sowie der Wacker Chemie AG und der BMW Group AG in München fragen die Juristinnen Vorstände und Aufsichtsräte nach geschlechtergerechten Personalstrategien.
Die Initiatorin des Projektes, Rechtsanwältin und Notarin Mechtild Düsing aus Münster, hatte im letzten Jahr vom Aufsichtsrat der BMW Group AG gefordert, mit dem Konkurrenten Daimler gleichzuziehen und eine Frau in den Vorstand zu berufen. Dem ist BMW erfreulicherweise nachgekommen. Sieben der acht Positionen im Vorstand und 17 von 20 Sitzen im Aufsichtsrat sind aber nach wie vor mit Männern besetzt.
Auch in den Vorständen der anderen sechs Unternehmen fehlt es an Frauen. Außer bei BMW gibt es nur bei der Celesio AG eine Frau im Vorstand, in den weiteren fünf Unternehmen sind die Vorstände ausschließlich Männer.
Ramona Pisal, Präsidentin des djb: "Wir freuen uns über die Berufung von Frau Milagros Caiña-Andree zum 1. Juli 2012 in den BMW-Vorstand, erwarten aber weitere Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat. Ob Aktionärin oder Kundin – Frauen wollen sich in den Führungsetagen der Unternehmen angemessen repräsentiert sehen. Das ist nicht zuletzt ein Verkaufsargument, denn zwei Drittel aller Kaufentscheidungen in Deutschland treffen Frauen."
Hintergrund:
Bei dem vom BMFSFJ geförderten Projekt "Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung" besuchen Vertreterinnen des djb bereits im dritten Jahr jeweils 75 Hauptversammlungen von DAX-, MDAX- und TecDAX-Unternehmen und richten kritische Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat zum Frauenanteil im Management.
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