Der Deutsche Juristinnenbund (djb) besucht am 3. Mai 2012 gleich sechs Hauptversammlungen. Die Juristinnen werden von zwei Ingenieurinnen unterstützt. Die Teilnehmerinnen stellen fest: bei diesen Unternehmen gibt es im Aufsichtsrat und im Vorstand keine Bewegung.
Besucht werden neben der Hochtief AG in Essen und der MTU Aero Engines Holding AG in Unterschleißheim auch die E.ON AG in Essen, die Hannover Rück AG in Hannover, die HeidelbergCement AG in Heidelberg und die Hugo Boss AG in Stuttgart.
Die Juristinnen sehen im Aufsichtsrat und im Vorstand dieser Unternehmen weiterhin keine Bewegung hin zu mehr Frauen. Bei E.ON und Hannover Rück werden zwar Frauen für den Aufsichtsrat gewählt, hierbei handelt es sich aber um Wiederwahlen. Keines der übrigen vier Unternehmen weist auf Anteilseignerseite auch nur eine einzige Frau im Aufsichtsrat auf. Bis auf Regine Stachelhaus bei E.ON ist auch im Vorstand der Unternehmen keine Frau vertreten.
Ramona Pisal, Präsidentin des djb: "Hoch qualifizierte und geeignete Frauen gibt es genug. Diese Frauen müssen nur in den Blick genommen werden. Hierauf hat auch der Deutsche Ingenieurinnenbund e. V. (dib) mit der Wahl der 25 einflussreichsten Ingenieurinnen im letzten Jahr aufmerksam gemacht."
Hintergrund:
Bei dem vom BMFSFJ geförderten Projekt "Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung" besuchen die Juristinnen bereits im dritten Jahr jeweils 75 Hauptversammlungen und richten kritische Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat.