Pressemitteilung: 12-12


Drei auf einen Streich. Aller guten Dinge sind – nur? – drei!

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Der Deutsche Juristinnenbund (djb) besucht am 27. April 2012 gleich drei Hauptversammlungen: Die Präsidentin des djb Ramona Pisal ist bei der Bayer AG in Köln im Einsatz, die Vizepräsidentin Eva Schübel bei der BASF SE in Mannheim und Birgit Lemme bei der Continental AG in Hannover.

Die Juristinnen freuen sich über drei Frauen im Topmanagement: Bayer schlägt Sue H. Rataj zur Wahl in den Aufsichtsrat vor, Continental hat 2012 Elke Strathmann als Arbeitsdirektorin in den Vorstand berufen, BASF hat bereits seit 2012 eine Frau im Vorstand, in den DAX30-Unternehmen immer noch die seltene Ausnahme.

Wird damit von selbst alles gut?

Ramona Pisal, Präsidentin des djb: "Es bleibt noch sehr viel zu tun. Die vereinzelte Wahl von Frauen in den Aufsichtsrat und die Besetzung einzelner Posten im Vorstand mit Frauen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit die erhebliche Unterrepräsentanz von Frauen in diesen Organen keinesfalls behoben wird. Wenn unter elf Wahlvorschlägen bei Bayer nur eine Frau vorgeschlagen wird, dann ist das viel zu wenig. De facto bleiben Frauen damit weiterhin für einen langen Zeitraum vom Topmanagement ausgeschlossen."

Eva Schübel, Vizepräsidentin des djb: "Mit den Selbstverpflichtungen beim Quotengipfel haben sich die Unternehmen Ziele für den Anteil von Frauen in Führungspositionen gesetzt. Wie bei Bayer bleiben sie allerdings mit den Zielen oft noch hinter dem Anteil der Frauen an den Beschäftigten zurück. Das ist enttäuschend und von Gleichstellung kann keine Rede sein."

Hintergrund:

Bei dem vom BMFSFJ geförderten Projekt „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“, besuchen die Juristinnen bereits im dritten Jahr jeweils 75 Hauptversammlungen und richten kritische Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

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