Preisträgerinnen
2026djb Dok-Net
Das djb Dok-Net ist 2026 mit dem Jutta-Limbach-Preis ausgezeichnet worden.
Das djb Dok-Net vernetzt seit 2022 Doktorandinnen im djb, regt zum Austausch an und gibt Gedankenanstöße zu verschiedenen Themen rund um die Promotion. Damit wurde ein Raum geschaffen, der gegenseitiges Empowerment ermöglicht.
Das Dok-Net ist während der Pandemie entstanden, als viele der üblichen Arbeits- und Austauschmöglichkeiten für Promovierende stark eingeschränkt waren. Bibliotheken waren geschlossen, persönliche Kontakte reduziert, wissenschaftlicher Austausch fand nur noch sporadisch statt. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, einen digitalen Raum für Promovierende im djb zu schaffen – einen Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Arbeiten.
Aus dieser Idee hat sich innerhalb kurzer Zeit ein tragfähiges und inzwischen fest etabliertes Format entwickelt. Das Dok-Net bietet Promovierenden im djb die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Phasen der Promotion miteinander zu vernetzen. Es unterstützt bei Fragen der Themenfindung, der Strukturierung der Arbeit, der Organisation des Arbeitsalltags und im Umgang mit Herausforderungen im Promotionsprozess.
Ein zentrales Element sind die regelmäßig stattfindenden Schreibwerkstätten. Dort arbeiten Promovierende über mehrere Tage parallel an ihren Projekten, strukturiert durch feste Arbeits- und Pausenzeiten. Ergänzt wird dieses Format durch fachliche Veranstaltungen, Austauschformate und informelle Vernetzungsmöglichkeiten. Darüber hinaus hat sich das Dok-Net zu einer kontinuierlichen Plattform entwickelt, die den Austausch auch über einzelne Veranstaltungen hinaus ermöglicht.
Was dieses Angebot auszeichnet, ist die Verbindung von fachlichem Austausch und kollegialer Unterstützung. Promovierende profitieren nicht nur vom Wissen und den Erfahrungen anderer, sondern auch davon, dass Herausforderungen und Unsicherheiten im Promotionsprozess gemeinsam reflektiert werden können.
Bei der Preisverleihung am 26. März 2026 wurde das Dok-Net durch Dr. Kerstin Geppert, Dr. Annalena Mayr, Lara Schmidt und Marlene Wagner vertreten. Alle vier haben das Netzwerk maßgeblich aufgebaut, weiterentwickelt und über mehrere Jahre hinweg getragen.
© Alexander Bormann2022Dr. Tanja Altunjan
Dr. Tanja Altunjan ist 2022 die erste Preisträgerin des Jutta Limbach Preises.
Dr. Tanja Altunjan, geb. 1992 in Halberstadt, studierte von 2010 bis 2016 Jura in Berlin und Stockholm mit dem Schwerpunkt Deutsches und Internationales Strafrecht. Nach dem Ersten Staatsexamen 2016 erhielt sie den Absolventenpreis der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2016 bis 2020 war sie Doktorandin im Bereich des Völkerstrafrechts, gefördert durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gerhard Werle an der Humboldt Universität zu Berlin. Ihre Dissertation „Reproductive Violence and International Criminal Law“ wurde mit dem Promotionspreis der Juristischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin 2021 und dem Robert-Kempner-Preis des Arbeitskreises Völkerstrafrecht 2022 ausgezeichnet. Das Referendariat am Kammergericht Berlin mit Stationen u.a. im Bundeskanzleramt und am Bundesverfassungsgericht schloss sie 2022 mit dem Zweiten Staatsexamen ab.
Seit 2016 ist sie Mitglied des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb). Von 2017 bis 2021 war sie als Beisitzerin mit dem Aufgabenbereich Juristinnen in Ausbildung ehrenamtliches Mitglied des Bundesvorstands. Während ihrer Amtszeit setzte sie sich außerordentlich und in mehreren selbst entwickelten Projekten für die jungen Kolleginnen und auch darüber hinaus ein. Unter anderem hat sie federführend den Relaunch der djb-Website vorangetrieben und das aufwändige Mentoringprogramm des djb "#djbconnect" ins Leben gerufen. Mit #djbconnect hat sie sich in besonderer Weise für die Ziele des djb und den Austausch von Juristinnen über Berufsbilder und Generationen hinweg verdient gemacht. #djbconnect geht mit Aufwand und Strahlkraft weit über das hinaus, was normalerweise im Ehrenamt erwartet werden kann.