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djb vernetzt Juristinnen mit Gleichstellungsaufgaben

Im Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb) gibt es seit 2012 das Netzwerk "Gleichstellungsbeauftragte im djb". Dem Netzwerk gehören zurzeit fast 40 Juristinnen an. Anschließen können sich djb-Mit­glieder, die als Gleichstellungsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Frauenvertreterin tätig (im folgenden GB) oder mit Gleichstellungsaufgaben hauptberuflich befasst sind.

Das Netzwerk dient in erster Linie dem fachlichen Austausch und der kollegialen Beratung untereinander. Denn GB sind oft mit Fragen zu ihrer Stellung und ihren Befugnissen konfrontiert. Weitere Themen sind zurzeit die Novellierung der Gleichstellungsgesetze, geschlechtergerechte Beurteilung, Gleichstellung im Lichte von Frauenförderung, Chancengleichheit und Diversity sowie Mitwirkungsrechte der GB.

Das Netzwerk ist am 24. August 2012 in Berlin gegründet worden. Seitdem fanden folgende Treffen statt:

  • 9. November 2012: Schwerpunkt war das Referat eines Richters am BVerwG über die Entscheidung des BVerwG vom 8. April 2010 (6 C 3.09) zum Teilnahmeanspruch der GB an Führungsklausuren ihrer Dienststelle.
  • 10. Juni 2013: Hauptthemen waren „Geschlechtergerechte Beurteilung“ und die Vorstellung der Ergebnisse der Projektgruppe zu Gleichstellung und Diversity.
  • 21. März 2014: Gastrednerin war die Leiterin der Abteilung "Gleichstellung, Chancen­gleichheit" im BMFSFJ, Renate Augstein, zum Thema „Gleichstellung und Diversity“.
  • 13. März 2015: Schwerpunktthema war die Novellierung des BGleiG im Rahmen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im       öffentlichen Dienst und dessen künftige praktische Auswirkungen. Diskussionspartnerin war in einem engagiert geführten Meinungsaustausch Frau Dr. Jill Akaltin, Büroleiterin von MdB Birgit Kömpel (SPD), die als Mitglied im BT-Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die für das Gesetz zuständige Berichterstatterin war.
  • 22. April 2016: Themen waren die Gleichstellungsgesetze der Länder und das novellierte Bundesgleichstellungsgesetz. Es referierten Dr. Kemper und Dr. Engel, Referat Gleichstellungsgesetze, Frauen in Führungspositionen, BMFSFJ, in deren Zuständigkeit auch die Beantwortung von Anfragen nach § 35 BGleiG fällt. So konnten mit ihnen die ersten Erfahrungen mit dem BGleiG diskutiert werden.
  • 31. März 2017: Schwerpunkt war der kollegiale Austausch zu Gleichstellungsfragen. Als Referentin berichtetet Kristin Rose-Möhring, langjährige Gleichstellungsbeauftragte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Vorsitzende des Interministeriellen Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden (IMA) über ihre Tätigkeit sowie ihre Erfahrungen.
  • 14. Juni 2019: Thema waren u.a. die Gleichstellungsgesetze des Bundes und der Länder. Dr. Julia Fitzner, Mitglied der Kommission „Verfassungsrecht, öffentliches Recht und Gleichstellungsrecht“ des djb, referierte zu der in der Kommission erarbeiteten Synopse zu den gleichstellungsrechtlichen Regelungen des Bundes und der Länder.

Das Netzwerk pflegt eine Liste von spezialisierten Rechtsanwält*innen, die GB beraten und im Fall von Klagen vertreten können. Auskunft dazu gibt die Geschäftsstelle des djb.

Eva Schübel, Vizepräsidentin des djb von 2011 bis 2015, hatte die Koordinierung des von ihr gegründeten Netzwerks zum 1. Oktober 2014 an Petra Stucke übergeben. Vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2019 hatte Susanne Hüttmann-Stoll die Koordination übernommen. Koordinatorin des Netzwerkes ist seit dem 1.Juli 2019 Birgit Groh-Peter. Die nächste Sitzung ist für 2020 geplant.

Weitere Informationen und Anmeldung unter

Koordination:
Birgit Groh-Peter
Ministerialrätin, Mainz