Die Kommission befasst sich mit rechtlichen Wegen zur gleichen Verteilung von Macht. Dazu gehören insbesondere gesetzliche Maßnahmen zur Förderung von Parität im Sinne von gleichberechtigter politischer Teilhabe, aber auch die Ausübung staatlicher Machtbefugnisse außerhalb der Parlamente, etwa in der Verwaltung und in der Justiz. Geschlechtergerechte Beurteilungen spielen für die Chancengleichheit für Frauen im öffentlichen Dienst eine entscheidende Rolle. Ergänzt wird die Arbeit der Kommission insoweit durch das Projekt „Frauen in die roten Roben“.
Weiterhin wirkt die Kommission auf die Verbesserung der Gleichstellungsgesetze auf Landes- und Bundesebene hin, die entgegen ihrer Zielrichtung vielfach Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht hinreichend verwirklichen. Zudem begleitet die Kommission Entwicklungen des Migrations- und Integrationsrechts aus frauenpolitischer Perspektive.
In das Bündnis gegen ein Sexkaufverbot bringt die Kommission für den djb verfassungsrechtliche Vorgaben und einfachgesetzliche Vorgaben ein, um den Rechten von Frauen bestmöglich Geltung zu verschaffen.
Jüngst hat die Kommission das Thema Nachhaltigkeit aus frauenpolitischer Perspektive bearbeitet und zwei viel beachtete Positionspapiere zum Straßen- und Straßenverkehrsrecht und zum Baurecht veröffentlicht.
An die Arbeit der Kommission schließen sich zwei djb-interne Netzwerke an: Seit 2012 gibt es das Netzwerk „Gleichstellungsbeauftragte im djb“. Anschließen können sich djb-Mitglieder, die als Gleichstellungsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Frauenvertreterin tätig oder mit Gleichstellungsaufgaben beruflich (z.B. in Ministerien oder selbständig als Beraterin oder Trainerin) befasst sind. Seit 2024 gibt es das Netzwerk der Juristinnen mit Migrationsgeschichte (JuMi-Netzwerk). Das Netzwerk wendet sich an Juristinnen, die rassistische Diskriminierung erfahren, und macht sich zur Aufgabe, sie zu vernetzen und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.