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Im Gedenken an die Gründung des Deutschen Juristinnen-Vereins (1914-1933) in Berlin vor 100 Jahren

Donnerstag, 27. November 2014, 18.00 Uhr, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), Mohrenstraße 37, 10117 Berlin

 

1914 wurde in Berlin von den drei „frühen Juristinnen“ Dr. Margarete Berent, Dr. Marie Munk und Dr. Margarete Mühsam-Edelheim der Deutsche Juristinnen-Verein e.V. (DJV) gegründet. Vereinsziel war die Zulassung von Frauen zu den Juristischen Staatsexamen, zum Referendariat und zu den juristischen Berufen. Das gelang schließlich um 1920 herum und es gab in Deutschland die ersten Rechtsanwältinnen und Richterinnen.

Die drei Gründerinnen sind – wie andere Vereinsmitglieder auch – in den 1930er Jahren emigriert, da sie Jüdinnen bzw. jüdischer Herkunft waren. Was mit dem Verein selbst geschah, ist unklar – möglicherweise löste er sich auf, Nachforschungen blieben ohne eindeutiges Ergebnis.

Nach dem Krieg, 1948 gründete sich der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb), der sich als Nachfolgeorganisation versteht, denn unsere Themen haben auch schon unsere Vorgängerorganisation, den DJV (1914–1933) beschäftigt. An die Gründung des DJV und die Verdienste unserer Vorgängerinnen, insbesondere um die Zulassung von Frauen zu den juristischen Berufen, erinnern wir mit unserer Veranstaltung am 27. November 2014 in Berlin. Darüber hinaus fragen wir, wie es heutzutage mit dem gleichberechtigten Zugang von Juristinnen und Frauen anderer Fachrichtungen zu allen Ämtern und beruflichen Positionen aussieht. 100 Jahre später – haben wir alles erreicht?

Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Ramona Pisal, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb), Berlin
Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin im BMJV, Berlin

 

Programm

Begrüßung

  • Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin im BMJV, Berlin
    Ramona Pisal, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb), Berlin

 

Festrede

Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgerichts, Karlsruhe

Gespräch: 100 Jahre später - haben wir alles erreicht?

  • Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin im BMJV, Berlin
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Limbach, Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts a.D., ehemalige Präsidentin des Goethe-Instituts, Berlin
  • Ramona Pisal, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb), Berlin
  • Thomas Sattelberger, Vorsitzender Human Resources Alliance, München

anschließend Empfang