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Referendariat in Madrid

Wer sich für eine Anwaltsstation in Madrid (aber auch Barcelona und Palma de Mallorca) interessiert, kann sich mit unserer Ansprechparterin für Junge Juristinnen in der RG Madrid, Vanessa-Ariane Guzek Hernando, in Kontakt setzen. Sie ist als Rechtsanwältin, Abogada und Europajuristin in der Kanzlei Monero Meyer Marinel-Lo tätig.

 

Projekt "Junge Juristinnen" in die EU-Institutionen

djb-Mitglieder können sich um die Vermittlung einer Station während des Rechtsreferendariats in EU-Institutionen bewerben. Insbesondere folgende Institutionen kommen in Betracht:

  • EU-Kommission einschließlich OLAF (Europäisches Betrugsbekämpfungsamt),
  • Europäisches Parlament,
  • (Minister-)Rat.

Dazu senden Sie bitte an die Beisitzerinnen für Mitglieder in Ausbildung Ihre englischen Bewerbungsunterlagen (mit maximal zwei Mail-Anhängen):

  • Motivationsschreiben
  • Zeitraum
  • Bevorzugte Stelle(n)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnisse (Examenszeugnis, weitere Nachweise)
  • Eventuell bisherige Stationszeugnisse.

Die Beisitzerinnen überprüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit und leiten die Bewerbung anschließend an Margarete Hofmann weiter. Die vermittelten Juristinnen stehen interessierten djb-Mitgliedern anschließend für Fragen zu ihrer jeweiligen Station zur Verfügung.

Margarete Hofmann, Vizepräsidentin des djb von 2011 bis 2015, ist seit 1999 bei der EU-Kommission in Brüssel tätig. Im Juli 2012 wurde sie zur Direktorin "Politik" beim Europäischen Betrugsbekämpfungsamt (OLAF) ernannt.

Haben Sie Fragen oder Interesse an einer Auslandsstation in einer EU-Institution? Dann schreiben Sie uns an:

 

Fragen zum Bewerbungsverfahren und dem Ablauf der Station

In welche EU-Institutionen können Junge Juristinnen über diesen Weg vermittelt werden?

  • EU-Kommission einschließlich OLAF (Europäisches Betrugsbekämpfungsamt), Europäisches Parlament, (Minister-)Rat

 

Für welchen Zeitpunkt im Rechtsreferendariat eignet sich eine Bewerbung: Wahlstation oder Verwaltungsstation?

  • Das hängt von der jeweiligen Ausbildungsordnung ab. Grundsätzlich ist eine Stage aber sowohl während der Verwaltungsstation als auch während der Wahlstation möglich. Die EU-Institutionen machen da keine Vorgaben.

 

Laut Konzept sichten die Beisitzerinnen die Unterlagen auf Vollständigkeit und leiten die Bewerbungen dann an Margarete Hofmann weiter, die sie an potentielle Arbeitgeber weiterleitet. Wie läuft die Bewerbung konkret? Gibt es ein Bewerbungsgespräch?

  • Das ist keine Voraussetzung, aber es ist sicherlich sinnvoll, die Stage und die Erwartungen auf beiden Seiten zumindest vorher telefonisch zu besprechen. Margarte Hofmann fungiert dabei gerne als Ratgeberin, auch telefonisch. Den jeweiligen potentiellen „Arbeitgeber/innen“ bleibt es darüber hinaus selbst überlassen, ob und wie sie mit der Kandidatin Kontakt aufnehmen möchten.

 

Wie wird ausgewählt? Wer wählt aus?

  • Margarete Hofmann leitet die (von den Beisitzerinnen auf Vollständigkeit durchgesehenen) Unterlagen an ihr Netzwerk von möglichen Arbeitgeber/innen in den o.g. Institutionen weiter. Dabei wird im Rahmen des Möglichen auf etwaige Präferenzen der Kandidatinnen Rücksicht genommen. Hat ein potentieller Arbeitgeber/in an einer Bewerbung Interesse, signalisiert er dies direkt der Kandidatin und regelt alles weitere mit ihr. Margarete Hofmann und die Beisitzerinnen werden informiert.

 

Was sind aus Sicht von Margarete Hofmann Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung/Station?

  • Examensnote: Ein Befriedigend (und aufwärts) sollte es schon sein. Allerdings kann auch ein „Ausreichend“ genügen, wenn die Bewerbung insgesamt überzeugend ist und die Bewerberin andere Pluspunkte vorzuweisen hat.
  • Stationsnoten: Spielen für den Gesamteindruck eine Rolle.
  • Zusatzqualifikationen: Nicht erforderlich, sind aber immer hilfreich und von Vorteil (z.B. Kenntnisse in Wirtschaftswissenschaften oder eine Lehre).
  • Schwerpunkt im Studium: Europarecht ist von Vorteil, aber kein Muss.
  • Bereits Auslandsaufenthalte absolviert: Keine Bedingung, aber ein Plus. Spricht für die Flexibilität und (intellektuelle) Offenheit der Bewerberin
  • Englisch/Französisch- Kenntnisse: Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind ein Muss. Französischkenntnisse von Vorteil.
  • Empfehlenswert ist auch ein kurzes Bewerbungsschreiben mit der Motivation der Bewerberin.

 

Was kann frau/man tun, um sich gut auf seine Stage in einer EU-Institution vorzubereiten?

  • Grundkenntnisse in Europarecht und den EU-Institutionen sind erforderlich. Lektüre der üblichen Lehrbücher reicht aus. Ist die Stage vereinbart, sollte sich die Bewerberin auch mit der Institution und dem Politikbereich, in dem sie arbeiten wird, vertraut machen (oft reicht intensives Studieren der relevanten Website).

 

Besteht eine Kontaktmöglichkeit zum Austausch mit Margarete Hofmann während der Stage?

  • "Ich bin immer gerne bereit, mich mit den jungen Kolleginnen zu treffen und weitere Kontakte zu vermitteln, die für den weiteren Berufsweg nützlich sein können. Selbstverständlich werde ich für die junge Kolleginnen auch den Kontakt zur Brüsseler djb-Regionalgruppe, die sehr aktiv ist, herstellen."

 

Stage als Ausflug oder: Wie sehen die Karriereoptionen bei der Kommission für Juristinnen nach dem 2. Staatsexamen aus?

  • "Deutsche Juristinnen sind wegen ihrer breiten Ausbildung sehr nachgefragt. Allerdings muss man/frau erst durch das Nadelöhr des Concours kommen."  
  • Auch gibt es die Möglichkeit, als Vertragsbedienstete für die EU-Kommission zu arbeiten (max. 6 Jahre). Hierzu reicht es aus, sich in einer Datenbank mit CV registrieren zu lassen. Eine Einstellung kann durch über ein (bloßes) Interview erfolgen.

 

Erfahrungsberichte

Simone Szczerbak: "Als junge Juristin in Brüssel- Meine Wahlstation bei der Europäischen Kommission", djbZ 1/2014.