Mitglied im djb zu sein – was bedeutet das eigentlich?

Bericht der Arbeitsgruppe Strategien und Ziele des djb (2008)

A. Ausgangsproblematik
B. Bisherige Entwicklung
C. Mitglieder der Arbeitsgruppe
D. Aufgabe
E. Vorüberlegungen
F. Vorgehensweise
G. Einschätzung und Ergebnis
H. Schlussfolgerungen



Zusammenfassung

Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, welche Gegenleistung Sie für ihren Mitgliedsbeitrag erhalten? Vielleicht denken auch Sie von Zeit zu Zeit: „Der djb müsste doch auch Dieses oder Jenes tun oder bieten“ oder: „Könnte der djb mich nicht bei … unterstützen?“

Eine vom Bundesvorstand eingesetzte Arbeitsgruppe hat sich in diesem Jahr mit solchen und ähnlichen Fragen auseinandergesetzt – mit dem Ziel, den Kern der djb-Mitgliedschaft noch einmal aufzuspüren.

Konkreter Anlass war die Tatsache, dass die Bundesgeschäftsstelle in der kontinuierlich gewachsenen Aufgabenflut unterzugehen drohte. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bundesvorstand eine Organisationsberatung eingeschaltet. Diese hat in einem ersten Schritt Struktur und Arbeit der Geschäftsstelle analysiert und – im Übrigen sehr positiv – bewertet. Insbesondere wurde festgehalten, dass in der Geschäftsstelle immens viel Hintergrundarbeit geleistet wird, die nicht überall sichtbar wird. Zur Entlastung wurde vor allem die vermehrte Abgabe von operativen Aufgaben an externe Dienstleister empfohlen, im Übrigen aber dringend angeraten, klare Prioritäten für die Verbandsarbeit zu entwickeln.

Mit diesem Auftrag begann also eine aus Mitgliedern aller djb-Gremien und -gruppen zusammengesetzte Arbeitsgruppe intensiv darüber nachzudenken und zu diskutieren, was genau den djb eigentlich ausmacht, worin seine wesentliche Aufgabe besteht und wie diese sich mit den durchaus vielfältigen Mitgliedererwartungen am besten in Einklang bringen lässt.

Herausgekommen ist eine Reihe von Erkenntnissen, die Vielen möglicherweise selbstverständlich erscheinen werden, die aber dennoch wert sind, immer wieder deutlich ins Bewusstsein gerufen und potentiellen Neumitgliedern von vornherein vermittelt zu werden:

Mitgliedschaft im djb bedeutet vor allem, das rechtspolitische Anliegen des djb – die Fortentwicklung des Rechts u.a. auf dem Gebiet der Gleichstellung der Frau in Gesellschaft, Beruf und Familie sowie der rechtlichen Absicherung der Lebenssituation von Kindern und alten Menschen – zu unterstützen. Mit diesem Kernanliegen hat sich der djb mit seinen Mitgliedern eine altruistische, allgemeingesellschaftliche und gemeinnützige Aufgabe auf die Fahnen geschrieben und hebt sich damit ganz wesentlich von vielen anderen Verbänden ab, die als Interessenvertreter nur ihrer Mitglieder auftreten und handeln.

Die im djb in Gestalt seiner aktiven Mitglieder versammelte Kompetenz ist durch eine einmalige Kombination von breit gefächertem juristischen Fachwissen und vielfältiger frauenspezifischer Betrachtungsweise gekennzeichnet und ermöglicht effektives Arbeiten und ausgewogene Ergebnisse.

Aber auch ohne aktive Mitarbeit macht die Mitgliedschaft im djb durchaus Sinn, da jedes Mitglied mit seinem Mitgliedsbeitrag das rechtspolitische Anliegen unterstützt und schon allein mit seiner Mitgliedschaft an sich dem Verband mehr Gewicht verleiht. Der weitaus größte Teil der djb-Mitglieder versteht – durchaus zulässigerweise – seine Mitgliedschaft in diesem Sinne und gibt sich zufrieden mit der Gewissheit, die politische Aufgabe des djb zu befördern, ohne die Frage nach einer Gegenleistung für den Mitgliedsbeitrag aufkommen zu lassen.

Mitgliedschaft im djb kann aber auch mehr sein. Struktur und Vereinsleben des djb bieten zahlreiche Möglichkeiten für persönlichen Gewinn, von der Chance, sich fachlich zu profilieren über den Wissensaustausch auf fachlicher Ebene bis hin zum Erfahrungsaustausch in beruflichen wie persönlichen Dingen. Der Verband bildet dabei den geeigneten Rahmen und die Basis sowohl für Vernetzung wie für vielerlei Aktivitäten der Mitglieder. Diejenigen, die zugreifen, Eigeninitiative entwickeln und Verantwortung übernehmen, erleben dann in der Regel nicht nur die Befriedigung des aktiven Engagements, sondern auch persönliche Bereicherung und Nutzen.

Sollte Ihnen also demnächst einmal der Gedanke kommen: „Ich könnte doch eigentlich im djb/mit anderen djb-Mitgliedern … machen!“, zögern Sie nicht, Ihre Idee an den Bundesvorstand heranzutragen. Sinnvolle und geeignete Projekte werden die notwendige Unterstützung erhalten.

Newsletter 15.12.2008

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