Juristinnen fragen – Politikerinnen antworten

Entgelt(un)gleichheit:
Der deutsche Gender Pay Gap von 23,2 Prozent

Donnerstag, 25. November 2010, 17.00 Uhr
in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64, 10117 Berlin

Veranstaltungsbericht auf der Seite der Landesvertretung

Überall in Europa verdienen Frauen weniger als Männer. In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union betrug der geschlechtsbezogene Einkommensunterschied (Gender Pay Gap) im Jahr 2008 im Durchschnitt 18 Prozent. In Deutschland liegt er derzeit sogar bei 23,2 Prozent und damit fast bei einem Viertel. Unter den 27 EU-Mitgliedstaaten lag Deutschland damit 2008 weit hinten auf Platz 24.

Für den Gender Pay Gap gibt es verschiedene Gründe. Einer davon ist Entgeltdiskriminierung, also der Verstoß gegen den Rechtsanspruch auf gleiches Entgelt für Männer und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit. Dies steht im Widerspruch sowohl zum Grundgesetz als auch zum Unionsrecht sowie dem deutschen AGG. Dennoch hat diese klare rechtliche Lage bisher wenig geändert. Es bedarf offensichtlich unterstützender rechtlicher Maßnahmen. Vorschläge hierzu liegen vor; sie reichen von der Schaffung von Informations- und Auskunftsrechten der Beschäftigten und ihrer Vertretungen bis hin zu einem Verfahrensgesetz, das die tariflichen und betrieblichen Akteurinnen und Akteure wirksam in die Pflicht nimmt.

Programm
BegrüßungJutta Wagner, Präsidentin des djb, Berlin
StatementJohanna Arenhövel, Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt
VortragRechtsanwältin Prof. Dr. Marlene Schmidt, Frankfurt/Main
  
Auf dem Podium 
Andrea Voßhoff MdBRechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Mitglied im BT-Rechtsausschuss
Christel Humme MdBSprecherin der Arbeitsgruppe Gleichstellungs-politik der SPD-Bundestagsfraktion, Stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages
Sibylle Laurischk MdBMitglied der F.D.P.-Bundestagsfraktion, Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages
Cornelia Möhring MdBFrauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages
Beate Müller-Gemmeke MdBSprecherin für Arbeitnehmerrechte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen; Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages
Prof. Dr. Heide Pfarr
(Moderation)
Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

 

ca. 19.30 Uhr:
Imbiss im Dachgeschoss der Landesvertretung

Mitgliederbereich
Noch nicht registriert?
Passwort vergessen?