Pressemitteilung

Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung. Das Projektergebnis 2011 – Präsentation und Diskussion der Studie am 16. November 2011 in Berlin

Pressemitteilung vom 16.11.2011

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) präsentiert heute im Europäischen Haus, Berlin die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bereits im zweiten Jahr geförderten Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung – Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen deutscher Unternehmen“. Auch 2011 haben djb-Mitglieder die Hauptversammlungen von 75 DAX-Unternehmen besucht und unbequeme Fragen zur Präsenz von Frauen in den Führungsetagen gestellt.

Ramona Pisal (Präsidentin des djb): „Die meisten Unternehmen betonen zwar die Notwendigkeit einer verstärkten Präsenz von Frauen in Führungspositionen. Sie sind aber noch nicht bereit, konkrete Ziele für den Anteil von Frauen im Vorstand zu formulieren. Der Anteil von Frauen in der Belegschaft bildet sich bei den 75 Unternehmen auf den Führungsebenen nur selten ab. Die Beteiligung von Frauen an Führungspositionen in der Wirtschaft bleibt nach wie vor auf einem unakzeptablen, niedrigen Level. Die Schlussfolgerung des djb ist: Die Zeit der Selbstverpflichtungen ist vorbei. Es ist eine gesetzliche Regelung erforderlich.“

Matthias Petschke (Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland) begrüßt die Gäste. Die Förderung der Gleichstellung von Frauen in wirtschaftlichen Entscheidungspositionen ist ein zentrales Element der Gleichstellungsstrategie der Europäischen Kommission.

Neben Dr. Daniela Bankier (Head of Unit „Gleichstellung von Frauen und Männern“, Generaldirektion Justiz, Europäische Kommission, Brüssel) werden Dorothee Bär (MdB, Stellv. Generalsekretärin der CSU, Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin) und Renate Künast (MdB, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Berlin) ein Statement zum Thema der Studie abgeben.

Anschließend diskutieren auf dem Podium Dr. Daniela Bankier, Dr. Elke Holst (Forschungsdirektorin Gender Studies, DIW, Berlin), Eva Maria Welskop-Deffaa (Abteilungsleiterin Gleichstellung, Chancengleichheit im BMFSFJ, Berlin). Thorsten Alsleben (Hauptstadt-Repräsentanz Kienbaum, Berlin) moderiert die Debatte über Selbstverpflichtung oder Quote.

Weitere Informationen: http://www.djb.de/Projekt_HV/

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